aus dem neuen ANNA-Nachbarschaftszentrum im Rahmen des 12. Literatufrühlings am 21. 3. 2026, Kurt-Schumacher-Platz 14 in Kiel
Zu Beginn begrüßte und bedankte sich Christel Mirus-Bröer, die1. Vorsitzende des „Förderverein für zeitgenössische Literatur NordBuch e. V.“ bei der ANNA
für die freundliche Einladung zu der Lesung wie bei den Anwesenden und hieß alle herzlich willkommen. –
Für die unterstützende Ankündigung des Programms zu dem Thema: Botschaften, stellte sie als Lyrikerin und begleitende Moderatorin Gudrun Thomas-Feuker und die erste vortragende Autorin Dr. Elisabeth Albert vor:
Dr. Elisabeth Albert las von einer Erkenntnis nach einer Augenoperation und wie sie bei einem Blick in den Spiegel die Helle und das Klare entdeckte. Über die Freude wieder deutlich und gut zu sehen, beeindruckte sie die Veränderung in ihrem Gesicht und die sichtbaren Zeichen des Älterwerdens. 
Gudrun Thomas-Feuker stellte die Musikerin Simone Arnold vor und im Anschluss las sie Gedichte aus ihrem Lyrikband und von einer kleinen Reise: „Fahrt von Rendsburg nach Husum“, währenddessen sie zu einigen Gedichten inspiriert wurde. Außerdem erzählte sie in einer kurzen Geschichte von der Liebe zu einer Katze wie: „Wenn ich in Dein Gesicht sehe, sehe ich meines.“ Alsdann kündigte sie die nächste Lesende Katharina Fast an.

Die aus Pinneberg gekommene Autorin Katharina Fast hat zwei berührende Geschichten aus der realen Welt mit eindrucksvollen Worten über Leid und Sehnsucht erzählt, eine Botschaft zu Krieg und Frieden.
Birgit Marbs schrieb ein Gedicht über ihr eigenes Lieblingstier, dem Truthahn und über dessen Art, und konnte mit ihrem Vortrag in Versform zur Erheiterung beitragen.
Ursula Schark hatte zu ihrer Naturbezogenheit einige Haiku und Kurzgedichte wie vom „Tanz der Baumwipfel“ und vom Tod der Mutter „Im Sterben die Liebe finden“ aus „Alles Liebe?“ und ihrem Gedichtband gelesen, während die Autorin
Sibylle Hallberg, ebenfalls aus Pinneberg angereist erzählte aus dem Leben von Coco Chanel wie sie zu dem Parfum No. 5 kam erzählte sowie aus der Anthologie „Alles Liebe?“ 2023 über Ida Dehmel, die Frau des bekannten Dichters Richard Dehmel, in Blankenese ansässig gewesen, las interessante Beiträge.
Der Autor Henning Schöttke
hatte aus seinem Kurzgeschichtenband eine besondere Geschichte über eine Patientin mit vorgesehener Transplantation berichtet und mit anlehnender Mystik im Hintergrund das Publikum mit beinahe authentisch klingendem Horror gruselnd als auch erheiternd unterhalten.
Mit ihrer Harfe und einer indianischen Flöte und deren neuartig klingenden Tönen untermalte Simone Arnold
die Beiträge der Lesenden;
li. Simone Arnold, Christel Mirus-Bröer und Annika Polenski und die Aktiven von li. n. re. Christel Mirus-Bröer, Ursula Schark, Henning Schöttke, Gudrun Thomas-Feuker und die 2. Reihe: Simone Arnold, Katharina Fast, Birgit Marbs, Sibylle Hallberg und Elisabeth Albert.
Das Publikum hörte gespannt zu und spendete applaudierenden Beifall. Christel Mirus-Bröer verabschiedete das Publikum mit Dank für das zahlreiche Erscheinen sowie bei den vorgestellten Autoren, dem Fotografen Wolfgang Sauermann und der Musikerin Simone Arnold und wünschte allen einen guten Heimweg.
Biografien zur Lesung am 21. 3. 26:
Dr. Elisabeth Albert verbrachte die prägenden Jahre ihrer Kindheit auf einem Bauernhof in Ostholstein, erlernte einen landwirtschaftlichen Beruf, lebte und arbeitete viele Jahre auf dem Lande. Dann gab sie ihrem Leben eine völlig andere Wendung, ging wieder zur Schule und studierte anschließend Medizin. Sie machte eine Facharztausbildung und arbeitete bis ins hohe Alter mit großer Leidenschaft in ihrem Beruf. Gleichzeitig begann sie, die Welt zu bereisen. Diese vielen verschiedenen Stationen haben sie geprägt und finden sich in ihren Texten wieder, die bereits veröffentlicht wurden. Veröffentlichungen u.a.: bei NordBuch e.V. in der Bordesholmer Edition und im Jahrbuch für Heimatkunde des Kreises Oldenburg / Ostholstein.
Simone Arnold, Kiel, beruflich gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau sowie Wirtschaftsassistentin mit dem Schwerpunkt Fremdsprachen. Seit 25 Jahren singt sie in 5 Sprachen und spielt mehrere Instrumente auf den Bühnen Schleswig-Holsteins. Seit 2012 schreibt sie Gedichten und Texte sowie 1 Gedichtband.
Katharina Fast, geb. in Rosenwald, Rußland arbeitete als Kulturhausleiterin. Seit 1992 lebt sie in Norddeutschland, verwitwet, zwei Kinder. In der BRD absolvierte sie eine Umschulung und arbeitet als Sachbearbeiterin. Sie schreibt Erzählungen, Märchen, Bühnenstücke und Lieder (auch in ihrer Muttersprache: Plautdietsch). Mit einem dreisprachigen Programm (deutsch-plautdietsch-russisch) tritt sie Solo als auch mit Künstlern auf. Veröffentlichungen: »Mein letzter Ritter der Tugend«, humoristische Kurzgeschichten einer singenden Toilettenfrau, 2011. Geschichten und Gedichten in Zeitschriften und Anthologien, russisch, deutsch und plautdietsch. Info: Homepage: www.katharinafast.de
Sibylle Hallberg, lebt in Schleswig-Holstein nahe Hamburg. Die ausgebildete
Übersetzerin und Sprachlehrerin schreibt Lyrik und Prosa: Kurzgeschichten, Erzählungen und Essays. Von 2010 bis 2024 war sie Erste Vorsitzende des Fördervereins Landdrostei Pinneberg e.V. In dem Kreiskulturzentrum hat sie eine große Anzahl von Literaturveranstaltungen organisiert und durchgeführt sowie Preise für Lyrik und Prosa erhalten. Veröffentlichungen zuletzt: 3 Erzählbände „Bloß im Himmel“ (2018), „Die reinste Wahrheit“ (2020), „Vom Leuchten steiniger Lebenswege“ (2023), ihleo verlag Husum und in den Anthologien Fundstücke.
Birgit Marbs, in Hamburg, lebt in Kiel. Sie schreibt Lyrik und Prosa. Beruf: Dipl.-Chemieingenieurin (FH) und regelmäßige Teilnehmerin der Workshops „Kreatives Schreiben“. Weitere Interessen: Lesen, Musizieren, Ornithologie, Kochen, Backen sowie Malen.Veröffentlichungen: in den Anthologien Fundstücke
Ursula Schark, geb. in Insterburg/Ostpreußen, lebt seit 1958 in Kiel. Sie war beruflich leitende Krankengymnastin in einer Universitätsklinik. Schon früh war es ihr ein Bedürfnis, die Natur in Gedichten zu beschreiben. Sie ist im regen Austausch in einem Lesekreis und Mitglied bei NordBuch e.V.
Veröffentlichungen in den Anthologien »Fundstücke« und in einem Gedichtband.
Henning Schöttke, geb. in Hamburg, entwickelte 1982 die Comic-Katzenserie Flohbus, vom Rowohlt-Verlag 1986 herausgegeben, und er zeichnet diverse Comicserien für Print und Internet, illustrierte auch über 100 Schulbücher. Seit 2002 ist er als Autor tätig, schreibt Drehbücher für Kurzfilme, die prämiert wurden. 2011 erschien sein erster Roman, weitere folgten. Er ist seit einigen Jahren Dozent für Kreatives Schreiben und wurde 2016 Kulturvermittler des Landes Schleswig-Holstein. Veröffentlichungen: u.a. »Gulas Menue«, »Acedias Traum«, »Superbias Lied«, »Luxurias Glück«, »Invidias Gestze«, Verlag STORIES & FRIENDS. »Kieler Bagaluten«, Emons-Verlag sowie »Wenn dich jemand sieht«, DCO-Verlag.
Gudrun Thomas-Feuker, geb. u. wohnhaft in List/Sylt und Husum, lebt heute in Kiel. Die freischaffende Künstlerin schreibt seit ihrer Kindheit, studierte Grafik, Malerei, Germanistik und Kunstpädagogik in Kiel und Berlin. Sie ist anerkannte Bühnenbildnerin und war als Gymnasiallehrerin tätig. Ihre Gedichte wurden ins Englische, Griechische und Polnische übersetzt. Veröffentlichungen: »Auf schwarzen Seen«, expressive Lyrik und Bildgestaltung, BoD Norderstedt,im Magazin »Kultur Schleswig«, in »CoLibretto« mit „CoLiBri“, Textveröffentlichung in Wortanalysen für »Armani« und in den Anthologien »Fundstücke«. Lesungen: ab 1975 in Deutschland und Griechenland. Ausstellungen in Deutschland seit 1973 in den Bereichen Grafik, Malerei, Text und seit 1989 in Griechenland sowie Bühnenbilder an verschiedenen Orten. Sie erhielt 2015 den 1. Preis für Lyrik von NordBuch e. V.
© Ch. M.-Bröer